Göttinger Tageblatt - Samstag, 04. September 2010
BG Göttingen

Eisbären Bremerhaven

21.05.2010 BG Göttingen - Eisbären Bremerhaven

Das darf alles nicht wahr sein. Göttingen war nicht nur mit einem Fuß im Halbfinale, es war nur der kleine Zeh, der noch nicht im Halbfinale war. Aber jetzt feiern die Gäste. Jetzt ist diese Saison beendet. Diese großartige Saison, der dennoch das Happyend fehlt.

Little wirft sauer seinen Mundschutz durch die Gegend, Frazier liegt am Boden, weint bitterlich. Little verushct zu trösten. Und die Eisbären stürmen über Parkett, feiern ausgelassen.

40. Drevo trifft. Göttingen ist raus.

40. Göttingen als erstes auf dem Parkett. Jetzt geht's um alles!

40. Die nächste Auszeit. Noch 4.1 Sekunden. Einwurf Bremerhaven. Jetzt heißt es hoffen, bangen und beten!

40. Rochestie hat das Foul gemacht. Ist mit dem Fünften jetzt raus. Martin an der Linie. Noch 5.3 Sekunden. Und er macht nur einen!

40. Die ganze Halle ruft Rochestie. Der macht den Wurf erst trocken ohne Ball und dann sitzt der Erste. Jetzt leg nach Junge! Aber der Zweite geht daneben. Manoman.

40. Oliver bringt den Ball ins Spiel. Pass zu Rochestie. Der wird von Campbell gefoult. Noch 7,5 Sekunden. Rochestie an der Linie...

40. Immernoch 9,5 Sekunden. Noch einmal eine Auszeit von Patrick. Aber der Puls geht dadurch nicht runter. Da lagen sie schon so klar vorne und jetzt diese hauchdünne Führung. Wer wird jetzt zum Matchwinner? Wer triumphiert, wo fließen Tränen?

40. Jetzt pumpt das Herz, jetzt stockt der Atem. Und alle pfeifen so laut wie noch nie, damit Campbell nicht trifft. Und alle schreien so laut wie noch nie, als Campbell den Ersten auslässt. Aber der Zweite sitzt.

40. Noch 9,5 Sekunden. Campbell an der Linie.

40. Dafür hinten ein Block von Frazier. Die letzten Sekunden laufen. Bg lösst den Angriff aus. Die Eisbären kommen.

39. Rochestie geht wieder raus. Hat schon vier Fouls. Und Little lässt unter dem Aufstöhnen des Publikums beide Freiwürfe aus. Oha.

39. Rochestie im Aufbau, Pass zu Little, der dreht sich in die Zone, wird gefoult. Jetzt muss er beide machen.

39. Die Eisbären legen blitzschnell nach, und weil BG den Angriff auslässt, kann Campbell nach einem Foul von Little schon wieder an die Linie. Nur noch 77:75. Das große Zittern beginnt.

38. Wahnsinn. Nur noch drei Sekunden auf der Uhr und dann der Pass zum Alleyoop von Rochestie, Frazier verwandelt. Und das in dieser Nervenschlacht.

38. Noch 2.41 auf der Uhr. Sieben Punkte vorne. Noch ist hier nichts entschieden. Zumal Campbell von der Linie erneut verkürzt. 75:70 nur noch.

38. Bremerhaven versucht es jetzt mit wilden Dreiern. Den ersten lässt Drevo aus, aber dann trifft Brooks. Und die Veilchen in der Offens zweimal ohne Punkte. Patrick nimmt eine Auszeit.

37. Aber auch Drevo und Schwethelm stehen bei den Gästen kurz vor dem fünften Foul. Haben die jetzt noch den Biss alles zu geben? Anderson trifft wieder nur einen von der Linie. Konzentrier dich, Jung!

37. Tippin Drevo. Aufgegeben haben sich die Eisbären noch lange nicht.

36. Und auch Lucas muss mit dem fünften Foul vom Parkett. Die Göttinger Fans winken zum Abschied und Anderson legt einen Freiwurf nach.

36. Campbell verkürzt souverän von der Linie.

36. Bremerhavens Trainer Spradley schaut verzweifelt zur Uhr. Nur noch 4.25 Minuten. Und die Seestädter liegen mit 61:73 hinten.

36. Das kann eine Vorentscheidung sein: Offensivfoul gegen Gibbs, der überdreht hat und runter muss. Ohne den Teamleader wird es schwer für dei Eisbären.

35. Drevo lässt den Dreier aus, und das Publikum peitscht die Veilchen nach vorne. McNaugthon ganz stark über den Block zur 12-Punkteführung. Jetzt nur nicht nachlassen.

34. Die Halle feiert das Offensivfoul gegen Gibbs wie einen Dreier von Rochestie. Aber den Ballgewinn können die Veilchen nicht nutzten. Boone muss nach Offensivfoul vom Platz. Und darüber ärgert sich der Riese.

34. Lila-weißes Schal-Meer in der Halle. Und der nächste Angriff der BG: Anderson hat sich schon wieder festgelaufen. Frazier kommt herbeigesprintet und macht den Sprungdreier. Wow!

34. Anderson in Bedrängnis. Würgt den Ball noch irgendwie Richtung Korb, aber Rebound der Gäste und der schnelle Korberfolg von Gibbs zum 61:68. Noch sieben vor.

33. Martin lässt den ersten aus und ärgert sich. Der zweite sitzt.

33. Ballbesitz statt Freiwürfe für Frazier. Aber der Ball ist schnell weg. Jetzt kommen die Eisbären und dürfen nach einem Hackler von McNaughton an die Linie.

33. "Es geht um die entscheidenden Minuten, alle Hände sind oben", ruft der Hallensprecher. Und alle Hände sind oben und aus allen Mündern schallt "BG 74!".

33. Und wieder hat BG den Ball in der Defense. "Wenn die sich in einen Rausch spielen, sind die kaum zu stoppen", hatte Eisbären-Trainer Spradley mal gesagt. Er versucht sie mit einer Auszeit zu stoppen, bevor Frazier von der Linie erhöhen kann.

33. "Oliver"-Rufe in der Halle. Gestützt von Physiotherapeut Rißler geht es auf die Bank. Hoffentlich ist da nichts passiert. Das war nicht sein Tag heute. Für ihn kommt McNaughton, der von der Linie zum Zehnpunktevorsprung trifft.

32. Und sitzten tut hier keiner. Alle stehen, alle klatschen, alle bangen, zittern, hoffen und pfeifen nach einem bösen Foul gegen Oliver, der vom Platz humpelt.

32. Anderson stopft den Ball, der vom Ring abprallt, in den Korb. 3000 Zuschauer haben ein "Jaaaa" auf den Lippen.

32. Schwethelm verkürzt von der Linie mit zwei Freiwürfen. Beim dritten ist Boone da und schnappt sich den Ball. Sechs vor.

31. Stark gemacht von Rochestie. Noch drei Sekunden auf der Uhr, da schließt er trocken per Sprungwurf ab. 64:56. Weiter so.

31. Fehlpass von Oliver, der erst elf Minuten gespielt hat und noch nicht traf. Wenn er sich das bis jetzt aufgehoben hat, dann los jetzt!

Boone, Anderson, Meeks, Frazier und Rochestie gehen aufs Parkett, während das Eisbären-Maskottchen noch rumblödelt und Purzelbäume schlägt.

Jetzt gilt es. Jetzt geht es um alles. Noch ein Viertel. Das letzte der Saison für ein Team. Aber BG hat eine ausverkaufte Halle im Rücken und hier nur ein Ligaspiel verloren. Das muss einfach reichen. Das darf hier heute nicht zu Ende gehen. Also auf geht's BG! Do or die!

30. Aber die verdaddeln ihn. Zum Schlusssekundenwinner wird Little, der mit einem spektakulären Block den finalen Gästekorb verhindert. Eisbären-Coach Spradley sah das anders. Fordert wütend das Foul.

30. Ist das spannend. Boone muss mit dem vierten Foul erstmal raus. An der Linie wieder der von den BG-Fans unbeliebte Campbell, der nur einen trifft. 62:55-Führung für dei BG. Noch 21,4 Sekunden. Der letzte Angriff gehört den Veilchen.

30. Den lässt er aus. Aber Göttingen bleibt in Ballbesitz. Pass zu Little, der völlig frei. Muss den Dreier machen. Aber der geht nicht rein. Anderson kommt herbeigeschossen und trifft. Noch 30 Sekunden...

29. Gut, das der Dreier von Schwethelm nicht reingeht. Und auf der anderen Seite endlich mal wieder großer Jubel. Frazier erst mit dem Rebound, dann mit dem Korb und als Topping noch der Freiwurf von der Linie?

29. Drei Anläufe brauchten die Veilchen. Dann das Foul und Jordan, der Mann mit dem weißen Stirnband, an der Linie. Lässt den Ersten aus, und den Zweiten.

29. Jetzt rastet Patrick an der Linie aus, als es ein Foul gegen BG gibt. Wieder treffen die Eisbären von der Linie. Nur noch 58:55. Jetzt müssen wieder Punkte her!

28. Das Spiel wird hektischer, ist geprägt von Nicklichkeiten. Gibbs verkürzt. Den Extrafreiwurf macht er nicht.

28. Jetzt ist Lucas, ein großer breiter Riese bei den Eisbären sauer. Hat McNaughton beim Rebound gefoult und brüllt laut "Warum?" zum Schiedsrichter. Weil Bremerhaven schon fünf Teamfouls hat, darf McNaughton an die Linie und trifft zum 58:51.

28. Jacobson hält es auch nicht auf der Bank. Springt immer wieder auf und feuert seine Jungs auf dem Parkett laut an  und klatscht in die Hände.

28. Campbell macht sich hier unbeliebt. Nach dem arroganten Kuss auf den Bizeps eben feiert er seine Freiwürfe vor der BG-Kurve mit erhobenen Armen und lauten Rufen. Trifft zum 51:57.

27. BG wird ein ums andere Mal durch Foulspiele der Eisbären gestoppt. Drevo hat schon vier. Dann ist es Anderson, der nach Traumpass von Rochestie den Dreier trifft. Und die Lokhalle kocht wieder.

26. Boone fischt den Ball vom Korbring. Aber kann ihn nicht festhalten. Cambell im zweiten Anlauf. Trifft und küsst sich anschließend auf den Bizeps. Das Dreipunktespiel nach Foul an Boone lässt er aus.

26. Auf der anderen Seite Little an der Linie. Lässt sich von den zehn Trommlern der Gäste nicht irritieren. Macht beide zum 54:47.

26. Das Pfeifkonzert nimmt kein Ende. Aber Campbell trifft doppelt.

25. Uiii. Da muss Gibbs muss Campbell beiseite schieben, damit der nicht explodiert. Guckt der böse... Und böse pfeifen auch die BG-Fans das einem die Ohren dröhnen, weil Frazier sein drittes Foul kriegt.

25. Wunderschön wie Rochestie seinen Gegenspieler stehen lässt, aber der Wurf muss dann rein. Dafür hat er den Rebound auf der anderen Seite und das Auge für Little, der abschließt.

24. Bodenkampf im Mittelkreis. Und der Sieger heißt Frazier. Sekunden später nutzt Jordan den Freiraum zum 50:46. Die Veilchen sind da, und wach. Und die Zuschauer nach der Fehlentscheidung der Schiris, die auf Einwurf Bremerhaven zeigen, auch. Aber das Pfeifen wird schnell durch ein "Göttingen" abgelöst.

23. Nein! In der letzten Sekunde bevor die Uhr unten ist, trifft Martin den Dreier.

23. Was war das denn? Frazier mit einem Airball aus der Distanz. Puh..

22. Frazier im zweiten Versuch zum 48:43. Und die Zuschauer wagen es nicht sich hinzusetzen so spannend ist es hier.

22. Gute Ganzfeldpresse der Veilchen, aber Schwethelm wirft über den Block hinweg aus 6,25 Metern zum 44:46.

21. Spradley nach 57 Sekunden sofort mit der Auszeit für die Gäste, während ganz Göttingen singt und tanzt. Was für ein Auftakt. So kann es weitergehen.

21. Bonne mit der Rebound, Rochestie mit dem Pass zu Anderson, der blitzschnell weiter zu Little und der macht den Dreier und legt mit abgeschlossenem Fastbreak nach! Wahnsinn!

Boone, Anderson, Frazier, Rochestie und Little, das sind die fünf, die das dritte Viertel beginnen. Daumen drücken, mitfiebern, mitzittern und rein ins Spiel...

Kurzes Durchatmen, bevor es hier in die vielleicht letzten beiden Viertel der Saion geht... für die Eisbären!

20. Brooks wühlt sich im Stile eines Frazier durch die BG-Defense, die damit beschäftigt ist, einen Dreier zu verhinden. Brooks trifft. Mit einem hauchdünnen 41:40 geht es in die Pause.

20. Noch 13,1 Sekunden. Anderson an der Linie. Macht beide. 41:38.

20. Den muss er machen, der Cambpell. Stand mutterseelenalleine an der Dreierlinie und trifft zum 38:39. Little steht im Gegenzug nicht ganz so frei und lässt den Dreier aus.

20. Es geht in die letzte Minute. Noch 55,7 Sekunden. Jetzt noch mal ein kleines Punktepolster erkämpfen!

19. Die zwei Punkte waren so wichtig: Rochestie trifft zum 39:35. Auszeit Bremerhaven.

18. Alle stehen und klatschen. Bremerhaven hat seine 24 Sekunden nicht nutzen können. Die Veilchen jetzt mit Rochestie, Pass zu Little, aber aus dem Alleyoop wird nichts.

17. Das Publikum merkt, dass Patricks Mannen jetzt Unterstützung brauchen und steht auf, wird wieder etwas lauter. Hier muss weiter ein Orkan von den Rängen wehen. Die BG braucht hier jeden. Aber erst lässt Oliver kläglich aus, dann Jacobson.

16. Die Veilchen nehmen jetzt viele riskante Würfe. So wird das nichts. Und Gibbs holt geschickt zwei weitere Freiwürfe heraus.

16. Campbell verkürzt von der Linie auf 34:37. Es waren mal neun Punkte Vorsprung...

16. Eisbären mögen Pinguine nicht. Aber die Pinguine sind in der Überzahl beim Maskottchenkampf zwischen den Eiswiese-Pinguinen und dem Gäste-Eisbär Dunky.

16. Rochestie spielt Jordan schön frei, aber dem rutscht der Ball aus der Hand.

15. Da kann man auch einen Block geben. Aber die Unparteiischen entscheiden auf Foul. Pfiffe der BG-Fans. Und Gibbs an der Linie. "Airball"-Rufe der Veilchen-Fans. Aber das macht der kein zweites Mal. Beide sind sicher drin. Göttingen führt 37:32.

15. Schade, schade. Da steht Anderson eingezwängt unterm Korb und steckt einfach erst Kopf, dann Körper zwischen seinen Gegenspielern durch und wirft, aber scheitert knapp.

14. Da stand er beim Abheben richtig schräg in der Luft, um am Block vorbeizuwerfen, der Rochestie. Aber der Zweier, der fast ein Dreier war, ist drin. Zehn Punkte hat er schon. Aber Bester ist "Boone, Boone, Boone" mit elf Zählern.

14. Und dann lässt McNaughton den Angriff aus, weil er auf Foulspiel spekuliert. Genau das sieht Patrick nicht gerne. Zum Glück der Fehlpass auf der Gegenseite.

13. Zwei Körbe in Folge für die Gäste. Nur noch 35:30.

13. Uhhhh. Airball von Gibbs von der Freiwurflinie. Das sieht man selten. McNaughton macht's aus dem Spiel zum 35:26.

13. Hammer-Block von McNaughton. Nur Jordan lässt die Belohnung von der Dreierlinie aus. Und auf der anderen Seite setzt Little gleich zum nächsten Block an. Aber dieses Mal gibt's das Foul gegen Little.

12. Jetzt steht die lila Verteidigung. Da hat Patrick anscheinend die richtigen Worte gefunden.

12. McNaughton an der Linie. Macht seine ersten Punkte gaaaaanz souverän.

12. Boone gelenkig und spritzig, wie er sich da an den Gegenspielern vorbei schlängelt und elegant zum 31:25 trifft. Die Eisbären haben dagegen den Faden verloren. Verlieren den Ball und die Veilchen können erhöhen.

12. Bislang eine seht gute Schiedsrichterleistung. Einheitliche Linie auf beiden Seiten.

11. Wow! Das war von Campbell ein Überkopfpass, der fast über die gesamte Diagonale des Spielfeldes ging. Der kann ja nicht ankommen. Landet weit im Aus. Aber weil Boone die Fingerspitzen dran hat, bleiben die Eisbären im Ballbesitz... bis die Uhr runtergelaufen ist.

11. Keine Anspielstation für Frazier, da geht er eben selbts. Vergibt knapp, aber Boone ist hellwach, hat den Rebound und punktet.

11. Da hat Rochestie Glück. Der Pass wäre nicht angekommen. Aber er kriegt ein Foul.

Und jetzt hält jeder seinen lila-farbenen Schal hoch. Und erstaunlich wie viele einen haben. Und dann rein ins 2. Viertel. Mit Frazier, Little, Oliver, Boone und Rochestie.

Schon jetzt ist es eine packende, intensive Partie. Ohne Vorgeplänkel. Ein Showdown von der ersten Minute an.

10. Noch 32 Sekunden. Ballbesitz Bremerhaven. Bonne angelt sich den Ball nach schwachem Abschluss. Aber Little macht es nicht besser. Und so darf Drevo den finalen Dreier Sekunden vor Ende des Viertels zum 25:27 verwandeln. Mit zwei Punkten Vorsprung geht es ins 2. Viertel.

9. Hier wird jeder Rebound mit einer Lautstärke bejubelt, das ist unglaublich. Bonne hat den Ball dieses Mal. Und Jordan steht schon wieder in aussichtsreicher Position an der Dreierlinie. Aber statt zu werfen noch einmal der Pass zu Oliver, und der vergibt.

8. Little kämpft sich in dei Zone, Pass zu Jordan, der schon draußen wartet, und der den Dreier macht! Stark. BG jetzt fünf Punkte vor. Daran war vor fünf Minuten nicht zu denken.

8. Da lächelt der Patrick sogar mal. Und er kann sich weiter freuen. Dummes Foul von Campbell, Ballbesitz BG.

8. Wildes Fischen um den Rebound vor dem BG-Korb. Dann haben die Veilchen den Ball, super Pass zu Rochestie, der zum 24:22, der ersten Führung trifft. Und die Halle scheint zu explodieren. Die Dezibelzahl ist kaum messbar. Doug Spradley nimmt eine Auszeit für die Gäste, um die Lage zu beruhigen. Aber genau so muss die BG jetzt weiter machen!

7. Nochmal durchschnaufen, und der Zweite sitzt. Nur den Dritten lässt er aus. Aber jetzt 22:22.

7. Jordan an der Linie. Schnauft tief durch und macht den Ersten...

7. Wahnsinn, der Dreier ist drin von Rochestie. Aber einen starken Rochestie brauchen wir hier heute auch, um gegen diese starken, wachen und bissigen Eisbären zu bestehen.

6. Lila-weißes Fahnenmeer hinter dem Korb, lautes Pfeifen und Tröten während Schwethelm nur einen Freiwurf von der Linie zum 22:17 macht.

6. Boone verkürzt und Bremerhaven, dass 100 Prozent Trefferquote bei den Zweiern und 75 Prozent bei den Dreiern hatte, lässt endlich einmal einen Korb aus.

6. Wunderschöner Pass von Rochestie zu Little, aber dieses Mal lässt der den Dreier aus. Und die Gäste treffen schon wieder...

5. Oh nein, der Patrick ist überhaupt nicht zufrieden. Schüttelt während seine Spieler zur Auszeit kommen schon mit dem Kopf, gestikuliert wild. Die Seestädter hatten gerade zum 19:15 getroffen. Und wieder war die Verteidigung viel zu langsam, zu weit weg vom Gegenspieler. Das muss sich ändern. Und das wird Patrick seinen Spielern deutlich sagen.

5. 17:12 für die Eisbären. Wieder reichen wenige Sekunden zum Korb. Aber jetzt die schnelle Dreierantwort von Rochestie. Weiter so!

4. Die Gäste brauchen nur Sekunden, um den nächsten Zweier aus der Distanz im Korb zu versenken. Das geht viel zu schnell. Da stimmt die Verteidigung noch nicht. Und dann ein böses Foul an Little, der übel auf die Seite fällt, aber wieder aufsteht.

4. Beide Teams enorm treffsicher. Bremerhaven lässt keinen Angriff aus, erhöht auf 13:9. Aber auch die Veilchen sind stark. Boone trifft und hat die Chance zum Dreipunktespiel. "Boone, Boone, Boone"-Rufe der Fans. Und Boone trifft. 12:13.

4. Kulle plötzlich frei unterm Korb. Gibt's auch selten. Aber er wird gefoult. Weiter Ballbesitz BG. Nur noch 4 Sekunden auf der Uhr. Aber Boone tippt den Ball im Luftduell rein. 9:11.

3. Starke Verteidugung von Little, der ein Offensivfoul zieht - und sich beim Aufstehen darüber mit beiden Fäusten und einem Grinsen freut. Und dann hat er noch merh Grund zu Jubeln: Trifft den Zweier zum 7:8.

3. Super Frazier: Wühlt sich durch die Defense, zieht zum Korb und presst den Ball noch zur Außenlinie, wo Little wartet, einen Schritt zur Seite macht, so seinen Gegenspieler verlädt und dann den Dreier trifft. Erster frenetischer Jubel in der vollen Halle.

2. Man, BG weiß doch, dass Bremerhaven stark von der Dreierlinie ist... Campbell macht den nächsten. 2:6 aus Göttinger Sicht. Und dann im Angriff der dumme Ballverlust. Jetzt Ruhe bewahren. Nicht zu hektisch werden...

1. Den Dreier, den Martin trifft. Abr Frazier mit der schnellen Zweipunkteantwort.

1. Der erste Angriff gehört den Gästen. Und nach 11 Sekunden schon das erste Foul gegen Frazier. Aber der hat nach missglücktem Wurf der Gäste den Ball beim Rebound. Jetzt die BG, angetrieben von Frazier und einem "let's go BG let's go!" der Fans. Aber Kulle lässt den Dreier aus.

Der Adrenalinspiegel steigt, rein ins 1. Viertel. Auf geht's BG kämpfen und siegen...

Und die fünf sollen es zu Beginn richten: Frazier, Kulawick, der in Bremerhaven mit 27 Punkten überragende McNaughton, Meeks und Little.

Noch 90 Sekunden. Finale Ansprache von den beiden Trainern, die Schiedsrichter ziehen ihre schwarzen Jacken aus.

Ja, auch Headcoach Patrick, der wie immer ganz in schwarz am Spielfeldrand steht,  ist angespannt, aber aus seinem Gesicht strahlt auch eine gewisse Zuversicht.

Auch Eisbär-Maskottchen Dunky sorgt für Stimmung, dirigiert die Gästefans und wagt auch einen Abstecher zum BG-Block. Eisbären und Pinguine - mit den Eiswiese-Maskottchen - auf dem Parkett. Was es in freier Wildbahn nicht gäbe, gibt es hier.

Jetzt kommen sie reingelaufen durch das Sparlier von Cheerleaderinnen und unter dem Applaus der 3700 Fans, die alle stehen und den Namen ihres Teams rufen.

Und dann geht das Licht aus. Zum letzten Mal in der Saison? Triumphmusik aus den Boxen, Lichterflakkern, die sich überschlagende Stimme des Hallensprechers, die auf das Spiel einstimmt und im Schnelldurchlauf die Gäste vorstellt, die man im zehnten Spiel ohnehin kennt und die mit "und hier sind die Veilchen" endet - Gänsehaut. Auch beim Gedanken daran, dass dieses wunderbare Prozedere das letzte dieser Saion sein könnte. "Aber wir denken nicht ans Ende", hatte Patrick gesagt. Und hier in der Halle denkt auch keiner ans Ende.

Lautes Schalalalalaaaa. Wahnsinn, was hier schon los ist. Die Halle ist voll, die Halle kocht.

Noch neun Minuten. Die Eisbären werfen sich noch ein, die Veilchen gehen zurück in die Kabine.

Die Anspannung hier in der Halle kann man jedem anmerken. Den Fans, den Spielern, die weniger herumshakern und lachen beim Warmmachen sonden den Fokus ganz auf das Spiel legen, und natürlich auch uns Journalisten. Der Herzschlag ist schon jetzt schneller, die Luft dünner. Mit einem Sieg kann die BG hier Historisches leisten, erstmal ins Halbfinale einziehen. 

Wildes Trommeln in der Lokhalle: Zahlentechnisch, also von den Trommeln her, sind die Eisbären-Fans in der Überzahl, aber rhythmischer und lauter sind die BG-Fans.

Mehr Disziplin hatte BG-Headcoach John Patrick nach der 83:90-Niederlage gefordert. "Wir müssen back to basics!" Vor allem eine konzentriertere Defens, mehr Teamplay in der Offens und das bessere Ausnutzen der freien Würfe bemängelte Patrick. Keine 48 Stunden hatte er nun Zeit, um sein Team aufs Playoffviertelfinale einzustimmen.

Am Mittwoch war es ein Kampfspiel mit unzähligen Fouls. 39 wurden gegen Göttingen gepfiffen, 24 gegen die Eisbären. 81 Mal mussten die Spieler an die Freiwurflinie. Heute wird es nicht weniger hektisch und kampfbetont, aggressiv und intensiv.

Die Bremerhavener haben den Gästefanblock besetzt und sind zahlreich angereist mit zehn Trommlern zur lautstarken Unterstützung. Aber auch die Veilchen-Fans begrüßen ihr Team laut. Aber noch sind die meisten von ihnen vor der Halle bei 20 Grad und Sonne.

Die Gesichter sind angespannt, während die ersten Dribblings erfolgen. Angespannt und konzentriert darauf noch einmal alles abzurufen, alles aus sich heraus zu holen.

"Und hier sind sie... hier sind die Veilchen", tönt es jetzt gerade durch die Lokhalle, und die in weiß gekleideten später Lila-farbenen laufen ein. Die Gäste sind da schon ein paar Minuten am Wammachen.

Ein Sieg fehlt zum Erreichen des Halbfinals, ein letzter Erfolg gegen die Eisbären. Die vergangenen beiden Partien waren unglaublich eng, umkämpft und knapp. Es waren Nervenschlachten, in denen Kleinigkeiten entschieden, wie am Mittwoch das Schiedsgericht, mit dem BG kein Glück hatte, und ein Tick mehr Wille der Seestädter.

Schon vor ein paar Tagen hatte Bremerhavens Trainer Doug Spradley aufgrund des os häufigen Aufeinandertreffens gesagt: "Es gibt keine Geheimnisse mehr." Jetzt kommt es nach der unglücklichen Niederlage der Veilchen in Bremerhaven am Mittwoch zum zehnten Match in dieser Saison, dem wichtigsten.

Herzlich willkommen live aus der Lokhalle. An der Tastatur begrüßt sie heute Manuel Becker zum "Do-or-die-Game" wie es BG-Headcoach John Patrick stets so schön formuliert. Ein alles-oder-nichts-Spiel, Triumph oder Tränen.

Nach dem vergebenen Matchball in Bremerhaven sind die Chancen der beiden Kontrahenten Veilchen und Eisbären beim alles entscheidenden fünften Playoff-Spiel ausgeglichen. Es steht 2:2. Also heißt es beim Spiel in der heimischen Lokhalle "alles oder nichts".  Anpfiff ist um 20.10 Uhr. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn gibt es hier Liveberichte, Bilder, Analysen.